Deps Realiser vs. Hybrida K3

Nichts Neues am Hechthimmel, der K3 fängt und der Realiter aus Übersee genauso. Im ersten, theoretischen Teil will ich die beiden Köder mal vorstellen und vergleichen. Teil zwei wird sich mit der Führungsweise und den Erfolgen der einzelnen Köder beschäftigen.

Der Realiser:
Hersteller: Deps (Japan)
Typ: Crankbait (floater)
Länge: 11,5 cm
Gewicht: 46,6g
Lauftiefe: bis ca. 1.5m
Verarbeitung: Top
Design: Top
Bezug: Direktimport oder über einige Fachgeschäfte in Deutschland
Zusatz: Der hintere Drilling verfügt über angebundenes Bucktail und einige Hahnenfedern
Preis: ca. 30,– Euro
K3:
Hersteller: Hybrida (Deutschland)
Typ: Crankbait (floater)
Länge: 11 cm
Gewicht: 54,5g
Lauftiefe: bis ca. 1.5m
Verarbeitung: Top
Design: Gut, aber dem Design des Realiser unterlegen. Die neuen Farben 2010 ROT und BRN haben mich auf jeden Fall überzeugt.
Preis: ca. 16,– Euro!!!
Theoretisch laufen beide Köder in der gleichen Tiefe und haben einen sehr ähnliches Laufverhalten. Vor allem aber der Preis lässt den K3 im Trockendock besser aussehen. Bekommt man doch für knapp die Hälfte, einen sehr guten und sehr haltbar gebauten Köder, mit einer großen Farbpalette im Hintergrund.

Die Verfügbarkeit der einzelnen Farben ist ebenfalls besser, als beim Deps. Kein Wunder bei diesen kurzen Handelswegen. Der Köder wird von Hybrida Chef Gregor Babiarz im Schwarzwald gebaut und über Think Big vertrieben.

Die Haken sind eindeutig auf den Zielfisch Hecht ausgelegt. Außerdem sind sie salzwasserfest und in einer passenden Größe, um auch dicke Hechtdamen am Haken zu halten. Ebenso die Sprengringe, keinerlei Kompromiss auch im Brackwasser der Bodden. Der Deps zeigte da erste Schwächen. Die Haken sind mir etwas zu klein und zeigten nach den ersten Test-Tagen vereinzelt rostige Stellen.

Beide Köder verfügen über ein so hohes Eigengewicht, dass sie trotz ihrer bulligen Form sehr weit fliegen. Als Rute sollte eine Jerke oder eine SwimbaitRod mit mindestens 3oz verwendet werden. Die Rolle und die Schnur muss den Anforderungen natürlich ebenso angepasst werden. Als Vordach kommt nur Stahl oder Titan infrage. Es geht auf Hecht und die packen ordentlich zu. 11cm sind nicht gerade groß, auch wenn die Köder für ihre gerade mal 11cm sehr voluminös daher kommen. Für Großfische ein Happen!
Wie bei sehr vielen japanischen Ködern überzeugt der Realiser durch seineVerarbeitung und seine optischen Reize. Einfach perfekt. Aus der Verpackung und in die Hand – ein gutes Gefühl! Der muss fangen! Der Deps Leitspruch »Big Bass only« gilt in seinem Ursprungsland für richtig fette Bass, aber wie so häufig, lassen sich die Black Bass Köder auf unsere heimischen Räuber sehr gut adaptieren und fischen mit großem Erfolg. Hechte und Zander haben einen ordentlichen Happen vor sich und vereinzelt gehen auch Dickbarsche ans Band.

Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, werde ich die Köder vermehrt und unter besonderer Beobachtung fischen. Ich denke zum Ende des Jahres kann ich dem Theorieteil einen Praxisbericht folgen lassen. Wer es bis dahin nicht aushält, geht einfach schon vorher einkaufen.
Viel Spaß und Erfolg damit!
TL, Rainer






